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Foto: Ramona Richter

Er ist gerade einmal neun Jahre alt gewesen, als er zum Jugendrotkreuz ging - beute ist Daniel Impelmann 19 Jahre alt und weiß: Das war die richtige Entscheidung. "Eigentlich wollte ich damals zur Feuerwehr, aber ich war zu jung. Damals gab es die Kinderfeuerwehr noch nicht. Also ging ich zum DRK.", sagt er. Schon als kleiner Junge habe ihn das Blaulicht fasziniert. Kleine Spielzeug-Feuerwehrautos durften da nicht fehlen. Doch heute weiß er, dass er richtig war, zum DRK zu gehen. "Ich glaube sogar mittlerweile, das die Feuerwehr nicht das richtige gewesen wäre." Zehn Jahre sind seitdem vergangen und Daniel Impelmann ist immer noch dabei. Zwar nicht mehr beim Jugenrotkreuz, dafür aber beim DRK. Und noch mehr: Der 19-jährige Berleburger macht derzeit eine Ausbildung bei der Rettungswache Erndtebrück. "Das habe ich schon länger im Sinn gehabt. Die Entscheidung jedoch habe ich dann im vergangenen Jahr getroffen",sagt er.

Über sich hinaus wachsen

Auf den ersten Blick wirkt der junge Mann mit den kurzen braunen Haaren und dem dunklen Pulli eher schüchtern, doch das ändert sich, sobald er und seine Kollegen vom DRK gerufen werden. "Dann funktioniert er", weiß auch Stephanie Sonneborn, die ihn bereits seit vielen Jahren kennt. "Es ist Wahnsinn was er und auch die anderen Kinder und Jugendlichen in der Jugendgruppe für eine Entwicklung hinlegen", sagt sie und lächelt. Es ist kaum zu übersehen-sie ist stolz auf ihre jungen Kollegen.

Was für den 19-jährigen als spielerische Übung begann, ist nun Ernst geworden. Doch auch mit Blut oder schweren Verletzungen hätte er keine Probleme. "Mir wird davon nicht schlecht oder so." Der Beruf des Notfallsanitäters und auch sein Dienst beim DRK sind für den Berleburger nichts neues. "Mein Vater war früher Notarzt." Und auch seine Freunde sind damals gemeinsam mit ihm zum Jugendrotkreuz gegangen: Während eines Orientierungswochenendes lernten sie dann die Grundlagen kennen. Was ist das DRK?`Was sind die Aufgaben? Zudem findet einmal im Jahr eine Veranstaltung statt, um die Gemeinschaft der kleinen Retter zu stärken. "Das hatte immer eine Art Klassenfahrtscharme", sagt Daniel Impelmann und muss lachen, als er an seine Zeit in die Jugendgruppe und das Zeltlager damals zurück denkt. "Das war eine schöne Zeit."

Teamarbeit

Auch an den ersten Einsatz kann er sich noch erinnern. "Das war total aufregend für mich, auch wenn es eigentlich nur Kleinigkeiten waren, die wir vorgenommen haben", sagt er. Kleinere Wunden verbinden und sich um die Menschen vor Ort kümmern. Damit das gelingt, findet einmal wöchentlich ein Abenddienst statt. "Da können nicht immer alle kommen, das ist normal. Doch wenn es darauf ankommt und wir gerufen werden, dann sind alle da und helfen mit", sagt Sonneborn. Denn auf Teamarbeit wird beim DRK und beim Jugendrozkreuz viel Wert gelegt - egal ob es sich um einen Notfall handelt oder um eine Übung.

 

Original Text & Bilder: Westfalenpost Wittgenstein / Ramona Richter