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Gasalarm in Bad Berleburg

Donnerstag, der 16. November 2017; ein ganz normaler usseliger Novembertag. Man hört nur ungewöhnlich viel Martinshörner. Was da wohl passiert ist? Plötzlich gehen die Melder, die Einsatzeinheit wird gebraucht. Wer keinen Melder hat wird über Handy und Whats app informiert, wer kann muss kommen. Der erste vor Ort öffnet die Garagen - zum Glück - den kurz vor der letzten Garage ist der Strom weg. Das gab es noch nie, somit fällt auf, das die Notöffnung total unpraktikabel ist. Das muss später geklärt und behoben werden. Diesmal muss der LKW erstmal in der Garage bleiben. Als dann Erndtebrück mit ihrer Technikkomponente eintrifft, fahren wir geschlossen zur Berufsschule, dort warten schon einige Evakuierte in der Turnhalle. Jetzt weiß jeder was er zu tun hat. Die Registrierung wird aufgebaut, damit man jederzeit weiß wer sich in der Halle aufhält. Es wird Strom gelegt und Heizungen werden aufgebaut. Der Sanitätsraum wird besetzt um Kranke und Pflegebedürftige zu versorgen. Eine Verpflegungsausgabe wird aufgebaut, zeitgleich werden Decken verteilt. Direkt danach wird Teewasser gekocht; in der Zwischenzeit waren zwei Helfer beim 3F und haben Getränke und erste Lebensmittel besorgt. Der Tee ist für die Evakuierten Bewohner sehr willkommen, denn einige standen schon länger an den Sammelstellen in der Kälte und die Heizung in der Turnhalle geht natürlich auch nicht. Alles funktioniert Hand in Hand und ruhig. Inzwischen ist auch die Psychosoziale Unterstützung eingetroffen, die einen Teil der Betreuung übernehmen. Es geht nun auf die Mittagszeit zu; viele Menschen haben Hunger, Evakuierte und Einsatzkräfte. Es wird Nudelsuppe geben, innerhalb kürzester Zeit stehen 650 Portionen bereit. Inzwischen gibt es eine Notstromversorgung, so daß die Halle zumindest nicht weiter auskühlt. Da lange Zeit ungewiss ist wie lange dieser Einsatz dauern wird, werden schon erste Gedanken laut, wie weiter zu Handeln sein wird um die Menschen auch über Nacht versorgen zu können. Doch am Nachmittag gibt die Einsatzleitung bekannt, daß die Anwohner und Einsatzkräfte die Nacht zu Hause verbringen werden. Wir sind dankbar, daß niemand verletzt wurde und froh, daß wir gemeinsam mit allen anderen Hilfsorganisationen in der Not helfen konnten. Mit der Hoffnung, daß so etwas nicht nochmal passiert, aber mit der Gewissheit, daß wir wieder vor Ort im Einsatz helfen könnten, werden wir wohl noch ein paar mal an diesen Donnerstag denken.